Shahak Shapira

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Shahak Shapira

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Shahak, wie Schach und Hack, Shapira kommt am 1. April 1988 in Israel zur Welt.

2002 zieht er mit seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder nach Laucha in Sachsen-Anhalt, die NPD erreicht hier 2009 bei den Kommunalwahlen das höchste Ergebnis in ganz Sachsen-Anhalt. Nach dem Abitur zieht Shapira nach Berlin und studiert an der Miami Ad School und ist als freiberuflicher Creative Director für verschiedene Auftraggeber tätig.

Nach einem antisemitischen Angriff 2014 schreibt Shapira ein Buch (Rowohlt 2016, Spiegel-Bestseller) über seine Erfahrungen als junger Israeli in Deutschland, die Überlebensgeschichte seines Großvaters mütterlicherseits im Holocaust und die Ermordung seines Großvaters väterlicherseits bei den olympischen Spielen 1972 in München.

In den sozialen Medien sorgt er regelmäßig mit seinen kritischen Beobachtungen von Gesellschaft und Politik für Aufsehen, beispielsweise mit dem ehrlichen AfD-Adventskalender 2016. Dabei folgt er stets dem Motto “Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung” (nach Serdar Somuncu).

Im Januar 2017 erregt er weltweite Aufmerksamkeit mit seinem Projekt Yolocaust, in dem er Selfies, die am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin entstanden sind, mit Fotomaterial aus NS-Vernichtungslagern kombiniert. Fast 90 Millionen Zugriffe kann das Projekt verzeichnen, Shapira stößt mit Yolocaust die Debatte um die Erinnerungskultur an.

2017 beantragt Shapira die deutsche Staatsangehörigkeit, um erstmals in Deutschland wählen gehen zu können.