Scars of Democracy: Künstlerische Freiheit – Ein bedrohtes Menschenrecht

09. 11. 2019
12:15
Main Stage

Scars of Democracy: Künstlerische Freiheit – Ein bedrohtes Menschenrecht

Das Recht auf Ausübung der künstlerischen Freiheit gemäß Artikel 19 der UN Convention for Human Rights ist weltweit zunehmend in Gefahr.

Deeyah Khan, Unesco Ambassador for Artistic Freedom and Creativity

Die künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Missständen ist seit jeher wichtiger Antrieb der Street Art Bewegung.

Mit der Portraitserie Scars of Democracy zelebrierte der Künstler Capo’s Finest dieses international ratifizierte Menschenrecht in einer faszinierenden Sonderausstellung im Rahmen der STROKE ARTFAIR 2019. Zum ersten mal konnte mit Hilfe der Augmented Reality-App: Scars of Democracy Streetart digital dechiffriert werden: Die App wirft einen mutigen Blick auf das Handeln von zehn der polarisierendsten Politiker unserer Zeit. Um die Unwiderruflichkeit ihrer Handlungen zu unterstreichen, wurde den Protagonisten jedes Ereignis in Form von Tätowierung „unter die Haut gestochen“.

Die App bedient sich einer hoch innovativen Bilderkennungssoftware aus Apple’s AR Kit 2.0. Diese ermöglicht das Tracken der von den Nutzern durch die Kamera anvisierten Motive und spielt auf Wunsch den dahinter liegenden Content aus – hart recherchierte journalistische Video-Snippets aus einer breiten Palette internationaler Nachrichtendienste.

Mit dem App-Sonderfeature „Couchmodus“ können die User ab jetzt aber auch von zu Hause aus in die manchmal sehr zweifelhafte Welt der Politik eintauchen indem sie sich die Politiker auf die eigenen Wände projizieren, die Bedeutung hinter den einzelnen Tattoo-Motiven ausspielen lassen und so aktiv für den Kampf um die künstlerische Freiheit eintreten.
Denn bei der Ausübung künstlerischer Freiheit handelt es sich nicht um ein Luxusgut der Menschheit, sondern um ein Grundrecht der Demokratie. Entstanden 1948, als unmittelbare Konsequenz aus den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieg heraus.