Hacking the gender: Frauen in der Digitalwirtschaft

Hacking the gender: Frauen in der Digitalwirtschaft

Das sexistische „Damore Memo“ eines Google-Mitarbeiters, die Entlassung des Uber-CEO Travis Kalanick, eine Flut von Enthüllungen in Folge der #MeToo-Debatte: 2017 wurde offensichtlich, wie tief Sexismus und sexualisierte Gewalt auch in der Tech-Branche verankert sind. Immer mehr Managerinnen, Informatikerinnen und Journalistinnen zeigen auf, dass die Strukturen in der digitalen Wirtschaft geschlechtliche Diskriminierung begünstigen.

Wir wollen wissen: Wie ist die Tech-Welt überhaupt so sexistisch geworden? Beginnt die strukturelle Diskriminierung schon bei der Gründung von Start-Ups? Und wie werden die Geschlechtsstereotype schon bei der Wahl der Schulfächer zementiert? Welche Netzwerke greifen, welche scheitern und warum? Dazu wollen wir mit Insiderinnen sprechen, auf die Entstehungsgeschichte der großen Konzerne blicken und neue pop-kulturelle Narrative wie die „white male nerds“ oder die „bad boys of Silicon Valley“ auf ihre Funktionsweise analysieren.

Und außerdem wollen wir positive Beispiele aufzeigen: Frauen, die energisch versuchen, in der Tech-Welt Fuß zu fassen. Was hat dazu geführt, dass die neuen Plattform-Kapitalisten wenigstens sehr schnell auf entsprechende Vorwürfe reagieren und Lösungen anbieten? Kann man da weiter ansetzen? Das Image einer Utopie-Schleuder, des Schöpfers einer besseren Welt, scheint das Silicon Valley aufrecht halten zu wollen.