Fake News und Verschwörungstheorien – Wie Wikipedia Qualität sichert

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14. 10. 2017
11:00
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Fake News und Verschwörungstheorien – Wie Wikipedia Qualität sichert

Fake News, Verschwörungstheorien und andere Fehlinformationen werden zunehmend als Bedrohung der Gesellschaft und der Demokratie thematisiert. Das WWW und insbesondere Social Media haben dazu geführt, dass bisherige Extrempositionen fast gleiche Publikations-Möglichkeiten haben und dank Suchmaschinen auch annähernd gleichberechtigt gefunden werden. Die Gatekeeper-Funktion der traditionellen Medien tritt in den Hintergrund. Dazu kommt die Ausdifferenzierung der Gesellschaft in kleine und kleinste Nischen, die zielgruppengerechte Medien zu Lasten der großen Anbieter bevorzugt.

Wikipedia ist in vieler Hinsicht das Gegenteil des WWW: Während im Netz jeder Autor eine Publikation zu einem beliebigem Thema neben alle anderen Publikationen stellen kann und damit gefunden wird, gibt es in der Wikipedia nur einen Artikel zu jedem Thema. Alle Perspektiven darauf und Positionen dazu müssen um die Darstellung des Themas ringen. Dies geschieht im Diskurs zwischen allen interessierten Parteien.

Wikipedia nutzt nur das ehrenamtliche Engagement seiner Autoren und Leser, um Desinformation aus den Artikeln herauszuhalten oder bei hinreichender Verbreitung einzuordnen und zu debunken. Diese Strategie ist erfolgreich. Welche Methoden verwendet Wikipedia und was können andere Medien und Anbieter daraus lernen?