Biohacking: CRISPR-Technologie zur Lösung der Antibiotikakrise?

15. 10. 2016
13:15
Kleine Bühne

Biohacking: CRISPR-Technologie zur Lösung der Antibiotikakrise?

DIYbiologen („Do It Yourself Biologie“, oder auch „Biohacking“) sind Teil einer selbstorganisierten, globalen Citizen Science Szene. In der Szene wird ein freier Austausch von Wissen und Werkzeugen (open source) sowie die Öffnung des Wissenschaftsbetriebs sowie globalen Kulturaustausch (open access) für Bürger praktiziert. Ein von Biohackern häufig thematisiertes Problem ist die Antibiotikakrise. Antibiotikaresistenzen, die sich durch die Übernutzung von Antiobiotika schnell weltweit ausbreiten, erfordern eine neue Art, wie wissenschaftliche Erkenntnisse zur Anwendung gebracht werden können.
In Hackathons, Seminaren und Konferenzen rund um die Welt arbeiten Biohacker an Wegen, wie beispielsweise die CRISPR/Cas-Technologie durch Nutzung von Phagen zur Lösung der Antibiotikakrise eingesetzt werden könnte. Die Szene entwickelt dazu Open Source-Laborgeräte und forscht in eigenen Laboren an DNA, Zellen und neuen Technologien. Ziel ist die Entwicklung einer für den Bürger nutzbringenden Technologie, die mit fairer Wertschöpfung, einer begleitenden Diskussion zu Ethik und Verantwortung sowie aktueller Regulierung einhergeht.