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Sebnem Rusitschka / Bild: Matthias Kestel
27.
Okt

Sebnem Rusitschka: „Bringing electricity to people and tokenize the value that people create with it“

Was kann man mit der Blockchain-Technologie machen, außer Bitcoins zu schürfen? Sebnem Rusitschka präsentiert beim Zündfunk Netzkongress ein praktisches und nachhaltiges Anwendungsszenario für die dezentrale Blockchain-Technologie.

Wie funktioniert die Energie-Blockchain?

Sebnem Rusitschkas Idee ist simpel und komplex zugleich:

  • Solarpanels, die an dezentralen Hubs hängen, erzeugen Strom.
  • Jede Kilowattstunde wird in einen Token umgemünzt.
  • Der Token kann gegen Strom getauscht werden oder gegen Waren und Maschinen, die man zur Produktion benötigt (wie z. B. Nähmaschinen)
  • Für die Herstellung von Waren benötigt man wieder Strom.
  • Über dieses Netzwerk, das durch die Blockchain verbunden ist, können die Waren gleichzeitig vertrieben, getauscht und gehandelt werden.

Wo macht die Energie-Blockchain Sinn?

Solche Ideen lassen sich in Deutschland nur schwer umsetzen, sagt Rusitschka. Warum? Weil wir bereits eine funktionierende Strom- und Energie-Infrastruktur haben. Deswegen versucht Rusitschka die Idee von „The Sun Protocol“ in Afrika umzusetzen – als nachhaltige Entwicklungshilfe durch dezentrale Energie, die gleichzeitig eine eigene digitale Währung generiert. Viele Dörfer in Afrika sind ohnehin nicht an herkömmliche Finanzsysteme angebunden.

Der Antrieb von Rusitschka ist, etwas Sinnvolles mit der Blockchain zu realisieren – das ist ein praktikables Anwendungsbeispiel für Blockchain-Technologie. Schließlich sind „wir mit jedem anderen Menschen auf der Erde verbunden“, sagt Rusitschka ganz im Sinne einer weltweiten Vernetzung.

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