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27.
Okt

Faranak Amidi: „Wo immer ungleiche Machtverhältnisse herrschen, gibt es einen Mangel an Empathie. Und zwar von der stärkeren Seite“

Faranak Amidi arbeitet für BBC World Service. Sie versucht speziell Frauen eine Plattform zu bieten, die in den sozialen Medien im Iran und Afghanistan praktisch unsichtbar sind: Sogenannte „Safe Spaces“ für Frauen.

Gender Gap in den sozialen Medien

BBC Pashto Facebook hat 3,5 Millionen Follower. Ganze vier Prozent davon sind weiblich. „Frauen tauchen in den sozialen Medien im Iran und Afghanistan nicht auf. Umso wichtiger ist es, ihnen Plattformen zu bieten, wo sie sich austauschen können. Auf dass die Gesellschaft ihre Stimmen hört“, so Faranak Amidi, die in London für die BBC arbeitet.

Online ist nur die Weiterführung der Offline-Welt

Dass dort so wenige Frauen öffentlich aktiv sind, liegt an den sexistischen Kommentaren und dem Hass, der Frauen entgegen schlägt sobald sie sich in einer Art äußern, die nicht zum gängigen Frauenbild passt. Amidi hat das selbst erfahren und beschlossen, dagegen anzukämpfen. Das heißt sie moderiert die Hass-Kommentare und macht Sexismus öffentlich, indem sie Screenshots postet. Auf diese Weise ist eine Community entstanden, in der Frauen sich sicher fühlen.

„On- wie offline: Sexuelle Belästigung entsteht durch ungleiche Machtverhältnisse. Wo immer ungleiche Machtverhältnisse herrschen, gibt es einen Mangel an Empathie. Und zwar von der stärkeren Seite.“

Technologie kann helfen, die Onlinewelt freundlicher zu machen

Vor kurzem hat Faranak Amidi einen Vortrag bei Google gehalten. Das Unternehmen hat den ausbaufähigen Markt erkannt. „Technologie kann helfen. Die Entwickler können nämlich Produkte entwerfen, die Mobber nicht schützen“, so Amidi. Denn das ist es, was Facebook und Co. derzeit machen.

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