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26.
Okt

Richard Gutjahr: „Die Kommentarspalte auf Youtube ist die Kloake des Internets“

Fake News, Verschwörungstheorien und Fehlinformationen sind eine Bedrohung für unsere Gesellschaft. Denn längst mischen sich die kruden Theorien aus dem Netz mit unserem Privatleben. Der Journalist Richard Gutjahr hat den Hass im Internet zu spüren bekommen – und plädiert für mehr Empathie im Netz.

Don’t feed the troll! Don’t feed the troll?

Was tun, wenn dich der Shitstorm überrollt? Am besten gar nicht drauf eingehen, war lange Zeit die Devise. Aber die Stille im Netz wird von Trollen ausgenutzt. Sie wird gefüllt – mit Verschwörungstheorien. Was kann man also bei einem digitalen Frontalangriff machen? Auf jeden Fall nicht schweigen!

Die Verlustängste der Hutbürger

Der Psychoterror für Richard Gutjahr kennt keine Grenzen: „Your daughter is a bitch – your father doesn‘t love you“ heißt es in einem Hate-Video, das an Gutjahr und seine Familie adressiert wurde. Aber wer schreibt sowas? Verunsicherte Menschen mit Angst um ihre Zukunft, deren Angst in Hass umgeschlagen ist.

Kulturkampf: Es herrscht Informationskrieg

Truth Bombs, Doxing oder Swatting – das alles sind Instrumente, die Gutjahr aufzählt, um Fake News zu verbreiten. Sie verstehen es besser, die Algorithmen zu nutzen und vermeintlich seriöse Journalisten springen mit auf. Die Medien der Extremformen haben das Internet überrollt und bedrohen damit die Demokratie. Uns allen wird klar: Die sozialen Netzwerke haben das Problem nicht im Griff und sind total überfordert.

„Fangt bei euch an, mischt euch ein, überlasst die Welt nicht den Idioten – weder on- noch offline.“